[Serien] Marvel's Agent Carter
19:17Endlich komme ich dazu, die Serie gebührend in den Himmel zu loben! Sie läuft jetzt schon einige Wochen, aber zu einer ordentlichen Review kam ich noch nicht. Ich halte deswegen mit meiner Meinung auch gar nicht großartig hinterm Berg: Die Serie ist großartig und ihr solltet sie unbedingt schauen!
Marvel's Agent Carter ist die zweite Fernsehserie im aktuell aufgebauten MCU, und beschäftigt sich, wie auch Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. mit dem Bodenpersonal. Protagonistin ist hier Peggy Carter (Hayley Atwell), die wir in Captain America: The First Avenger kennen und lieben gelernt haben. Nachdem Steve abgestürzt und der Krieg vorbei ist arbeitet Peggy für die SSR, und wird da - wie das als Frau in den 50ern eben so war - hauptsächlich zum Kaffe kochen abkommandiert. Dann wird Peggy allerdings von einem alten Bekannten kontaktiert: Howard Stark (Dominic Cooper passt einfach großartig als leicht schleimiger 50ies-Womanizer). Dem wurde eine große Menge Waffen gestohlen, und die werden jetzt über den Schwarzmarkt an die Feinde verkauft, und Howard steht unter Verdacht, damit zutun zu haben. Peggy soll also seinen guten Namen retten, und bekommt dafür von Howard seinen Butler Edwin Jarvis (ein wundervoller James D'Arcy) zur Seite gestellt. Die Sache ist selbstverständlich noch schwerer als sie aussieht, und bald wird deutlich dass viel mehr dahinter steht als simpler Diebstahl.
Warum solltet ihr Agent Carter schauen? Naja, zum einen ist es ganz leicht: Mehr Einblicke ins Marvel Universum! Auch wenn ihr CA:TFA nicht so sehr gefeiert habt (ich habe es nicht) ist das kein Grund, Agent Carter keine Chance zu geben. Denn so viel an dieser Serie ist einfach richtig großartig! Angefangen mit dem ziemlich offensichtlichen: Peggy Carter! Wie kann man sie in Captain America nicht lieben? Bestimmt und selbstbewusst, eine kickass Agentin die weiß wo der Hase läuft und sich keinen Bullshit von ihren männlichen Kollegen oder Untergebenen gefallen lässt, und dabei trotzdem feminin bleibt? Mal ganz abgesehen von der Tatsache dass sie Britin ist. Warum sollte man davon nicht mehr sehen wollen? Dazu das Setting in den 50ern - alles ist weniger aufgeblasen und over-the-top wie zB bei Agents of S.H.I.E.L.D., und mehr tatsächliche Spionsarbeit. Und die Nebencharaktere; ein Traum! Howard, ein Stark wie er im Buche steht (nur nicht in einem asoiaf-Buch, sonst wäre ich ernsthaft um sein Schicksal besorgt), Peggys Freundin Angie oder mein absoluter Liebling (nach Peggy selbst): Jarvis. Ich liebe ja schon Tony's Version, aber verdammt, der original Jarvis ist einfach Gold wert.
Agents of S.H.I.E.L.D. hatte im Vergleich zu Agent Carter die große Aufgabe, Coulsons Rückkehr zu erklären, und die wischi-waschi-Alienmagie die damit zusammen hängt. Und obwohl ich die Enthüllung ausreichend schockierend fand hat mir immer ein bisschen die Bodenständigkeit und tatsächliche Spioniererei gefehlt. Und genau das gibt es bei Agent Carter. Obwohl ein tiefgreifenderer Plot vorbereitet wird ist es im Grunde eine sehr "natürliche" Serie, und das meine ich hier im Gegensatz zum Übernatürlichen. Klar, Superhelden und Götter und Inhumans sind verdammt cool, aber im Kontrast dazu ist eine whodunnit-mäßigere Geschichte einfach ein willkommener Ausgleich. Außerdem verträgt es sich mit der Zeit so viel besser, und es tut einfach gut Peggy dabei zuzusehen, wie sie sich gegen den Sexismus und die Patriarchie in den 50ern durchsetzt und ihren Idealen treu bleibt. Go, Peggy!


0 intelligente Aussagen dazu.