Here it goes, I suppose...

22:38

...der detailliertere Post!
Also: Angekommen ohne Probleme, allerdings ist Heathrow im wahrsten Sinne des Wortes am verdammt nochmal anderen Ende der Stadt, und Sara (das ist meine Gastmutter) hing im London traffic fest und kam erst mal eine Stunde zu spät. Jetzt kennt ihr mich, und könnt euch in etwa meine paranoiden Panikausbrüche während dieser Stunde vorstellen, aber zum Glück ist sie ja aufgetaucht.

Die Fahrt zum Haus war dann mehr oder weniger entspannt, wie das eben ist wenn man für eine Luftlinie von ca 40 bis 50 km 4 Stunden braucht. Okay, wir haben einen Zwischenstop in einem Ikea gemacht (seltsam und doch beruhigend wie Ikeas einfach IMMER KOMPLETT gleich aussehen. Wir hätten auch in Siegen sein können, abgesehen von all den englischsprachigen Menschen und Schildern.)

Das Haus ist nicht gerade groß, aber angenehm bequem und schön eingerichtet. So ne typische, spitzdachige londoner Doppelhaushälfte, möglicherweise vergleichbar mit dem in Shaun of the Dead, aber liebevoller eingerichtet und vielleicht ein wenig gequetschter. Mein Zimmer hat auch höchstens so 6 qm aber einen groooßen Kleiderschrank und das schöne schwarze Ikeabed mit Gitterstäben und Verziehrungen.

Die Leute sind super nett, ich komme prima klar mit denen und auch die Kinder sind klasse. Ich war heute sogar ganze zwei mal in der Kirche, einmal zum Familiengottesdienst morgens und dann "vorhin" um halb 7 zum, quasi, Jugendgottesdienst. Beide male waren echt klasse, mit Band und Liedern, die cool sind, und insgesamt einer tollen Atmosphäre. Beruhigend! Und die, die ebenfalls Kirchenmenschen sind, werden das beurteilen können: Leute da sind von Natur aus einfach netter und reden viel eher mit einem als irgendwelche anderen Leute. Ich hab mich nett unterhalten mit Theres (nein, da fehlt kein a oder e), einer deutschen Studentin die schon seit einiger Zeit in London lebt, und Catherine, der Tochter der Predigerin, und ihren Freunden. Nette Menschen, und mit Theres treffe ich mich hoffentlich bald mal zu einem Kaffee (oder Tee). Ich muss sagen, ich bin ein wenig stolz auf mich: Kaum einen Tag hier, und schon potentielle Freunde kennengelernt. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir darüber ein wenig Sorgen gemacht habe, denn ich bin ja nun wirklich nicht der Mensch, der ständig neue Leute trifft und so. Warten wirs ab.

Einen schönen Supermakt habe ich auch gefunden, "direkt um die Ecke" 10 Minuten entfernt. Schön ordentlich und gut sortiert, ich lege ja Wert auf sowas weil ich mich mit der Materie auskenne.

Mal schauen, was es dann morgen noch so gibt; ich muss mich dringend noch um einen Sprachkurs kümmern, allerdings habe ich da zum Glück schon ein College empfohlen bekommen, das ebenfalls "nicht weit von hier" 35 Minuten entfernt ist (btw: Beide Angaben beziehen sich auf Fußweg), hoffentlich ergibt sich da was. Kathrin hat mir auch ihre alte Handykarte dagelassen, die werde ich wohl morgen oder so mal ins Handy machen und dann eine Rund-SMS schreiben. Wisst ihr bescheid.

Das wars dann aber auch erst mal, Zeit zum Schlafen, immerhin ist es ja schon zwanzig vor 11!
Bis bald, Fellows!

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